MG4 Electric Blog

Elektroauto MG4

Reparatur

17.06.2026

Weißer MG4 Electric mit Pflaster

Die Ersatzteile sind da! Unser MG4 wird nach dem Unfall im Februar endlich repariert.

Die Reparatur wird von einer Partnerwerkstatt meiner Versicherung durchgeführt, keine 3km entfernt, sehr komfortabel für mich. Am Montag, dem 4. Mai bringe ich unseren MG4 dorthin. Auf dem Hof sehe ich noch zwei andere MG4 stehen, die es beide ärger erwischt hat als unseren. Bei uns ist es ja letztlich ein Bagatellschaden, aber Frontschürze und der rechte vordere Kotflügel müssen komplett getauscht werden. Um sicher zu gehen, dass Rad und Achse auch wirklich nichts abbekommen haben, sollen außerdem die Spureinstellung und die Achsgeometrie überprüft werden.

Bei dieser Gelegenheit lasse ich auch gleich die HU machen und die Sommerreifen auf die Räder montieren. Am Freitag soll ich den Wagen wieder abholen können.

Für die Dauer der Reparatur erhalte ich einen Ersatzwagen, dessen Kosten meine Versicherung ebenfalls übernimmt. Es ist leider ein Verbrenner, aber immerhin mit Automatik.

Am Donnerstag ruft mich die Werkstatt an und ich denke schon: Naaa, was kommt jetzt? Aber sie hatten am Montag nur vergessen, meinen Fahrzeugschein für die HU zu erbitten, und ich hab daran auch nicht gedacht. Kein Problem, ich bringe ihn schnell vorbei.

Unser MG4 steht schon mit neuer Front und neuem Kotflügel da, sieht wieder schick aus.

Freitag früh hole ich ihn dann ab, repariert, sauber, mit frischer TÜV-Plakette und Sommerreifen drauf (was hier gar kein Problem war). Achse und Spur zeigten bei der Vermessung keine Auffälligkeiten.

Kosten

Ich bekomme zwei Rechnungen: eine für die HU und den Reifenwechsel und eine für meine 300,- € Selbstbeteiligung am Kasko-Schaden. Die Reparatur kostete insgesamt stolze 3.245,77 €.

Nacharbeiten

Bei der Montage haben sie gesehen, dass auf der Unterseite noch eine Verkleidung ersetzt werden muss; dieses Teil mussten sie nachbestellen und das dauert jetzt leider wieder ein paar Wochen. Es ist aber schon eingepreist. Sie rufen mich dann an, ich fahre kurz vorbei und innerhalb einer Stunde soll das erledigt sein. Ich könne aber inzwischen unbesorgt mit dem Wagen fahren.

Na das lief ja alles erfreulich reibungslos, bis auf die Wartezeit.

Jetzt bin ich nur mal gespannt, ob Leasinggeber Arval bei der Rückgabe im kommenden Frühjahr eine Restwertminderung geltend machen will. Na schaunmermal.

Aussichten

In diesem groben Zusammenhang: Ich halte langsam schon Ausschau nach einem Nachfolger. Also für den MG4. Erfreulicherweise tut sich endlich was auf dem E-Auto-Markt, sowohl preislich als auch was optisch und technisch (mich) ansprechende Modelle betrifft. Und es gibt auch wieder Förderung, die für eine Leasing-Sonderzahlung verwendet werden kann.

Heißer Kandidat ist zur Zeit der Leapmotor B05, ich sag’s nur schonmal. Fast schon zu schön, um wahr zu sein. Sobald es geht, werde ich eine Probefahrt machen. Vor allem werde ich gucken, ob die Software auch unter Amnesie leidet, was individuelle Einstellungen betrifft. Seit unserem Unfall im Februar fahre ich den MG4 grundsätzlich wieder in Rekustufe 1, und muss das bei jedem einzelnen Fahrzeugstart immer wieder neu im Infoscreen einstellen (Tipp, Tipp, Tipp…). Es nervt einfach, und daher wäre das ein K.O.-Kriterium. Ich werde berichten.

Now for something completely different…

Habt ihr es schon bemerkt: Ich nutze diesen Blog hier, um mich immer mal wieder auch über Themen jenseits der Elektromobilität auszulassen. Wenn dich das nicht interessiert, kannst du heute hier aufhören zu lesen. Für alle anderen gibt es diesmal das Thema Geld.

Trau, schau, wem!

Eine der ziemlich einfachen Sachen, die man machen kann, wenn einen das Schicksal der Welt nicht komplett kalt lässt, ist dies: Gucken, wem man sein Geld anvertraut. Also schlicht: Bei welcher Bank hab ich mein Konto? Und was macht die so mit meinem Gutaben, falls eins drauf ist?

Es ergibt ja ganz wenig Sinn, zu jammern, was alles schief läuft, und dann diejenigen, die es in Schieflage bringen (oder zumindest massiv dazu beitragen) finanziell zu ertüchtigen.

Also kann man sein Konto oder seine Konten besser bei einer Bank führen, die gewisse umwelttechnische und ethische Standards und Richtlinien einhält, entsprechende Projekte unterstützt und ihre Investitionen danach ausrichtet. Da gibt es durchaus einige Kandidaten. Einfach mal die KI deines geringsten Misstrauens nach ökologisch ausgerichteten Banken fragen.

Und im Zeitalter von Online-Banking und Bargeldauszahlung an jeder Supermarktkasse macht es im Zahlungsalltag für einen selbst auch überhaupt keinen Unterschied, welches Logo nun die Giro- oder Kreditkarte ziert.

Das sind also sehr „niedrig hängende Früchte", die man einfach ernten kann, ohne dass sich im Alltag etwas ändern muss. Aber es bewirkt viel Positives, und man ist nicht länger Teil des Problems, sondern Teil der Lösung.

Klar soweit?

Folgt mir nun ganz weit nach draußen.

Geld an sich

Was ist eigentlich Geld?

Geld

Ein kollektives Narrativ, das nur funktioniert, weil alle daran glauben und den Regeln dieses Narrativs folgen. Denn irgendeinen Wert an sich hat unser modernes Geld ja nicht. Es ist vollkommen abstrakt. Wir visualisieren es durch Zahlen, auf Papier, auf Bildschirmen. Aber was sind Zahlen? (Auch sehr interessant, aber ich nehme diese Kurve jetzt hier nicht, um nicht in den endlosen Weiten des Universums zu verschwinden.)

Jede Transaktion mit Geld erfordert Glauben: Ich glaube, dass derjenige, der mir für mein Geld eine echte Ware geben soll, z.B. eine Tafel Schokolade, seinerseits glaubt, dass er dann mit meinem Geld (das dann seins ist) wiederum anderswo etwas anderes bekommt. Wenn er das tut und mein Geld daher annimmt, bekomme ich die Schokolade.

Oder anders herum: Ich möchte eine Kompensation für eine Dienstleistung, die ich erbringen soll oder bereits erbracht habe. Der Nutznießer dieser Dienstleistung bietet mir dafür Geld an. So lange ich glaube, dass ich dieses abstrakte, durch Zahlen visualisierte „Etwas“ bei jemand anderem wiederum gegen etwas Gegenständliches eintauschen kann, ist der Deal OK.

Aber alles steht und fällt mit dem beiderseitig geteilten Glauben. Sobald eine Seite beschließt, nicht mehr daran zu glauben, dass diese Zahlen irgendeinen tatsächlichen Wert darstellen, fällt das ganze Konzept in sich zusammen.

Ist das nicht wunderbar? Ich kann jederzeit einfach beschließen, ob Geld für mich einen Wert darstellt oder nicht. Es kann mir einer z.B. 'ne Mio in unsortierten Scheinen auf den Tisch legen, und wenn ich gerade in extrem heiterer (oder völlig überkandidelter, je nachdem) Stimmung bin, könnte ich einfach lachen und sagen: Was soll das denn darstellen? Haste nix anderes? Es hängt in diesem Moment nur von mir selbst ab, ob ich irgendwelchen Zahlen irgendeinen Wert beimesse oder nicht.

Ich weiß, das ist erstmal schwer nachzuvollziehen. Wir sind vollkommen auf Geld konditioniert, um nicht zu sagen: fixiert. Aber bei längerem Nachdenken fällt – mir zumindest – auf, dass das im Grunde ziemlich gaga ist. Vor allem, wenn bei Transaktionen gar keine realen Güter mehr beteiligt sind, sondern nur noch „Geld“ hin und her geschoben wird. Also praktisch nichts. Nichts als Glauben. Halleluja.

Hier noch ein Beispiel aus eigenem kürzlichen Erleben, das das Narrativ „Geld“ sehr schön illustriert:

Kontowechsel

Die niederländische Triodos-Bank teilt mit, dass sie ihr Deutschlandgeschäft einstellen wird (aha, soso, hä?) und empfiehlt ihren Kundinnen und Kunden, zur Umweltbank zu wechseln. Da bin ich ohnehin schon Kunde, also sollte der Kontotransfer keine allzu umständliche Sache sein.

Ist es aber doch. Denn meine Liebste ist da noch keine Kundin, soll aber verfügungsberechtigt sein, also muss sie sich legitimieren. Sie stellt fest, dass ihr Personalausweis abgelaufen ist und muss erstmal einen neuen beantragen. Das dauert zwei Wochen. Dann PostIdent. Dann wieder warten.

Irgendwann ist aber der Kontotransfer-Prozess mit seinem bankseitigen Verwaltungsoverhead, der Neuanlage aller Daueraufträge, der Aktualisierung aller Einzugsermächtigungen usw. abgeschlossen.

Ich logge mich ins Onlinebanking der Umweltbank ein und sehe – da offenbar die gleiche Software zum Einsatz kommt – exakt das Gleiche wie bei Triodos: Zahlensymbole auf einem Monitor. Im gleichen Layout. Auf dem gleichen Monitor. Nur das Logo ist jetzt ein anderes.

Also wenn das nicht irre ist.

Fazit

Geld ist nicht alles. Eigentlich ist es nichts.


Stay tuned!


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